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Ein Traum

 

Ich träumte. Viele Menschen umgaben mich, doch unter all diesen Menschen war nicht ein einziger, der mich bemerkte. Alle kümmerten sich nur um sich selbst. Niemand interessierte sich für andere. Ich war allein. Ich fühlte mich einsam.

Ich sah mich um. Ich befand mich auf einem großen Platz, vor einem seiner Durchgänge. Es war dunkel und kalt. Mein Atem bildete Wölkchen. In der Mitte des Platzes war es finster. Ich näherte mich der Mitte und stellte fest, dass eine dichtgedrängte Menschenmenge der Grund für die Finsternis war. Auf einmal setzte sich die riesige Menge in Bewegung, unaufhaltsam und undurchdringlich strömte sie auf mich zu. Es wurde lauter, die Stimmen der Menschen wurden zu einem alles verschlingenden Getöse. Sie gingen an mir vorbei, rempelten mich an, ich drohte hinzufallen. Mein Kopf schien zu bersten vom bedrückenden Chor der Stimmen. Ich kauerte mich auf den Boden.

Plötzlich war es still. Ich hörte mein Blut durch meine Adern fließen. Ich sah mich um. Ich war wieder allein... Nichts deutet darauf hin, dass ich es jemals nicht gewesen war. Der Platz erschien mir nun kleiner, allerdings noch immer feindlich. Ich erhob mich, drehte mich im Kreis, suchte nach anderen Menschen, doch da war niemand.

Ich wollte weg von diesem schrecklichen Ort, wollte jemanden suchen, der anders war; jemand, der mich bemerkte, der sich für mich interessierte; jemand, mit dem ich sprechen konnte; jemand, der mich liebte; den Menschen, der für mich bestimmt ist. Ich wusste nicht, ob er überhaupt existierte. Ich wusste nicht, was ich tun würde, wenn ich ihn fände. Würde er sich für mich interessieren oder hätte er schon jemand anderen gefunden? Suchte er mich auch? Wo sollte ich beginnen, ihn zu suchen?

Ich wusste all dies nicht, und doch schien es mir notwendig, zumindest zu versuchen, ihn zu finden, selbst wenn ich mein ganzes Leben suchen müsste und ihn vielleicht doch nie finden würde, selbst wenn ich für immer allein wäre. Ich musste es versuchen.

Ich lief an den Rand des Platzes, zu einem seiner Durchgänge, doch da war kein Durchgang mehr. Ich lief an der Mauer, die den Platz umgab und so hoch war, dass ich ihr Ende nicht sehen konnte, entlang. Ich fand keinen Durchgang, sie waren verschwunden, genauso wie die Menschen.

Ich war gefangen, gefangen auf diesem kalten, leeren, dunklen, schrecklichen Platz und allein. Ich sah keine Möglichkeit von diesem tristen Ort zu entkommen. Wie sollte ich ihn jemals finden, wenn ich hier gefangen war? Wie sollte er mich jemals finden? Ich hoffte, es wäre möglich...

 

Ich erwachte. Auch dort, wo ich wirklich war, war es dunkel und kalt. Auch hier war ich allein. Würde dieses Gefühl jemals durch ein anderes, besseres ersetzt werden? Ich wusste es nicht. Ich werde ihn suchen, den Menschen, der für mich bestimmt ist. Aber wenn ich ihn fände, würde er mich lieben? Würde er mich lieben, weil ich ich bin? Ich hoffe es.

Ich hoffe, ich finde ihn. Ich hoffe, er findet mich...

14.11.08 18:26
 


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